Große Handball-Party mit den TuSEM-Essen-Allstars Drucken E-Mail
14.05.12

SCHERMBECK Das ist ein sehr schönes Geschenk gewesen, das sich die Schermbecker Handballer zu ihrem 100-jährigen Bestehen selbst gemacht haben. Die TuSEM-Allstars boten den Zuschauern auf den voll besetzten Rängen beste Unterhaltung. Die Gäste gewannen das Spiel mit 31:24 (18:14).


 

Die Essener brachten etliche Stars mit, die den Handball-Fans feuchte Augen bescherten. Stefan Hecker, der Hexer, der über 150-mal im Tor der deutschen Nationalmannschaft stand und zu den besten Keepern der Welt gehörte, spielte am Dienstag im Tor. Der mitgereiste Mark Dragunski, der mit seinen 2.14 Metern meist wie ein Basketball-Center angespielt wurde, traf neunmal. Auch Maik Handschke oder Peter Quarti sagten selbst den Zuschauern etwas, die kein Handball-Lexikon auswendig gelernt haben. Felix Busjan war ebenfalls mit von der Partie und spielte gegen seinen Bruder Philipp, der im Schermbecker Tor stand.

Besonderer Gast
Ein besonderer Gast kam erst fünf Minuten vor dem Anpfiff in die Halle an der Erler Straße, weil er aufgehalten worden war. Nelson Müller, der Chefkoch aus diversen Fernsehsendern, machte die linke Außenbahn unsicher. Die Schermbecker stellten bis auf Thomas Kuhn und Daniel Robert ihre beste Mannschaft aufs Feld. Dabei waren auch Daniel Böwing und Jan Felix Dräger, zwei Jugendliche, die im kommenden Spieljahr zum Kader der ersten Mannschaft gehören werden. Besonders bejubelten die Zuschauer die drei Tore Daniel Böwings, dessen Vater Dieter bekanntlich eine feste Größe im SVS-Handball gewesen ist.

Betagte Herren?
Zuerst schien es, als sollten die Gastgeber mit ihrem Tempospiel den betagten Herren die Butter vom Brot nehmen. Doch die Alt-Internationalen machten mit ihrer Routine und vor allem mit ihrer Technik und Wurfgewalt die läuferischen Defizite wieder wett. Wenn Stefan Kriebitke oder Maik Handschke ihre Schüsse abfeuerten, gab es für die SVS-Schlussleute Busjan und Niklas Bell meist nichts zu halten. Zudem stand Dragunski wie ein Turm am Kreis und beförderte den Ball aus luftiger Höhe auch neunmal ins Schermbecker Tor.

Nach anfänglicher Führung lag der SVS zur Pause 14:18 hinten. Im Laufe des zweiten Durchgangs bauten die Essener den Vorsprung auf 28:18 aus und am Ende mussten die Schermbecker mit dem 24:31 anerkennen, dass die alten Herren immer noch eine Menge drauf haben. Das Ergebnis war aber zweitrangig. Nach der Schluss-Sirene bedankten sich die Handball-Fans mit stehendem Applaus für wunderbare 60 Minuten, die nicht nur durch ihren nostalgischen Wert bestachen
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