GWD will weitere Bestmarken knacken Drucken E-Mail
18.05.12

Minden (mt). Nach dem geglückten Bundesliga-Aufstieg und der vorzeitig gewonnenen Meisterschaft will Handball-Zweitligist GWD Minden zum Saisonfinale weitere Bestmarken knacken. "Perfekt ist die Saison für mich erst, wenn wir jetzt auch in Essen und Neuhausen gewinnen und uns die Titel der besten Heim- und besten Auswärtsmannschaft sichern", stachelt GWD Mindens Manager Horst Bredemeier seine Mannschaft an.

Morgen kommt es im Spitzenspiel zwischen Tusem Essen und GWD Minden zu einem reinen Aufsteiger-Duell (Anwurf 19.30 Uhr). Trotz seines Sechs-Punkte-Vorsprunges auf die Essener ist Minden in der Sporthalle "Am Hallo" in der Außenseiter-Rolle.

"Kann mich nicht an den letzten Sieg erinnern"

"Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann wir dort zuletzt gewonnen haben", weiß Bredemeier genau, dass die Grün-Weißen in der Ruhr-Metropole seit ewigen Zeiten nicht mehr erfolgreich waren. Der letzte GWD-Sieg in Essen datiert aus dem Jahr 1998.

"Auch diese Serie wollen wir brechen. Unsere Mannschaft steht in der Pflicht, sich als ein würdiger Meister zu erweisen", packte Bredemeier die Doder, Klesniks und Co. bei der Ehre.

"Wir werden in Essen mit der gleichen Mannschaft auflaufen, die zuletzt Emsdetten geschlagen hat", vertraut GWD-Trainer Ulf Schefvert auf das Team vom letzten Wochenende. Kreisläufer Carl Johan Andersson, der gegen Emsdetten nach fast zweimonatiger Krankheitspause zurückkehrte, wird wieder dabei sein. "Am Kreis haben wir keine Probleme, im Rückraum schon eher", verweist Schefvert auf die lange Verletztenliste. Neben Nenad Bilbija und Markus Fuchs fällt bis zum Saisonende auch Aljoscha Schmidt (Waden-OP) aus.

"Ich hoffe, dass es in Essen ein gutes Spiel wird. Beide Mannschaften haben ihre Ziele erreicht und können ohne Druck spielen", möchte Ulf Schefvert ein weniger verkrampftes Duell als in der Hinrunde sehen. Damals gewann Minden in einem torarmen Duell mit 20:18 nach einer 8:6-Pausenführung.

Zwei Spieler stehen heute im Fokus der Zuschauer. Essens Rechtsaußen Ole Rahmel führt die Torschützenliste mit 268/60 Toren klar an. GWD Mindens bester Torjäger Dalibor Doder kommt zwar "nur" auf 225 Tore. Doch Doder ist gegenüber Rahmel der bessere Feldtorschütze (225 Tore gegenüber 208 von Rahmel).

Duell der Torjäger Rahmel und Doder

"Rahmels Gegenstöße müssen wir verhindern, indem wir unsere Angriffe diszipliniert ausspielen", haben Schefvert und Bredemeier ihrer Mannschaft aufgetragen.

Gastgeber Tusem Essen plant seine Rückkehr in die 1. Liga ohne große personelle Veränderungen. Als einziger Neuzugang steht bisher nur der Nordhorner Toon Leenders fest. "Wir planen nur punktuelle Verstärkungen. Ich denke, dass wir in der 1. Liga bestehen können", vertraut Tusem-Coach Maik Handschke weiter auf seine "jungen Wilden".