Tusem bezwingt den Meister Drucken E-Mail
22.05.12

Die Zeus-Reporterinnen Lina und Lara sind große Handball-Fans. Ihr Lieblingsverein Tusem Essen hat den Aufstieg in die erste Liga geschafft. Darüber haben sie mit Stephan Krebietke und Paul Trodler gesprochen.
Der Handball-Zweitligist Tusem Essen hat den Aufstieg in die erste Handballbundesliga (HBL) geschafft. Dazu haben wir Stephan Krebietke, sportlicher Leiter von Tusem Essen und ehemaliger Handballprofi, befragt.

 

Wie erklären Sie sich den großen Erfolg Ihrer Mannschaft?

Krebietke: Da wir am Anfang der Saison mit einer Platzierung im Mittelfeld gerechnet haben, war es schon überwältigend, dass die Mannschaft, obwohl sie aufgrund vieler Verletzungen sehr zusammengerückt ist, sowohl im Training als auch bei Spielen eine Superarbeit geleistet hat und den Lauf von Siegen weitergeführt hat.

Was ist mit dem noch sehr jungen Lasse Seidel, der aus dem Ruhrgebiet stammt: Bleibt er weiterhin in der ersten Mannschaft oder geht er in die Jugend zurück?

Egal, wo wir spielen, er wird auch in der kommenden Saison in der ersten Mannschaft spielen.

Kommen die meisten Spieler aus anderen Vereinen oder aus der Jugend?

Für die erste Liga werden vorerst keine Spieler aus der Jugend rekrutiert – auch, weil wir schon die jüngste Mannschaft in der zweiten Liga haben. Aber natürlich sind uns die Spieler am liebsten, die bei uns ausgebildet werden.

Anschließend haben wir dem Kreisspieler Paul Trodler einige Fragen gestellt.

Warum spielen Sie hauptberuflich Handball?

Trodler: Das kam eigentlich durch meinen Vater und meine Schwester, die beide Handball gespielt haben und spielen. Früher habe ich auch einmal Fußball gespielt, aber durch meine Familie und meine Freunde habe ich mich dann mehr und mehr auf Handball konzentriert.

Der sehr anstrengende und ausgedehnte Alltag eines Handballprofis müsste sich ja auch im Privatleben zeigen.

Natürlich muss meine Freundin oft Rücksicht auf mich nehmen, da ich bei vielen Festen und Geburtstagen aufgrund von Auswärtsspielen oder Training nicht dabei sein kann. Man muss auch erst einmal jemanden finden, der das alles mitmacht. Deshalb bin ich sehr froh und dankbar, eine Frau gefunden zu haben, die das nicht so stört.

Freuen Sie sich darauf, in Zukunft in der ersten Liga zu spielen?

Ja, weil es grundsätzlich für einen Sportler immer das Schönste ist, so hoch wie möglich zu spielen. Und da die erste Liga auch anspruchsvoller ist, freue ich mich riesig, klar.

Glauben Sie, dass das Training in der ersten Liga härter wird?

Natürlich. Auch, weil es von der körperlichen Leistung ganz andere Dimensionen sind und deshalb ein hartes Stück Arbeit wird. Allerdings muss man in jedem Beruf hart arbeiten, wenn man etwas erreichen will und sich verbessern möchte.

Lina Kirchner, Lara Walkenhorst, Klasse 8c, Adalbert-Stifter-Gymnasium, Castrop-Rauxel