TUSEM nach Sieg über Schwerin gleich vierfach Spitze Drucken E-Mail
02.06.12
Torschützenkönig Ole Rahmel (298 Tore) und der Trainer der Saison Maik Handschke wurden nach dem letztlich klaren 28:22 (14:8) über den SV Post Schwerin vom Ligaverband mit persönlichen Ehrungen von HBL-Vizepräsident Peter Rauch bedacht. Als beste Heimmannschaft (35:3 Zähler) und als bestes Rückrundenteam (30:8) verlassen die Margarethenhöher die eingleisige 2. Bundesliga in Richtung TOYOTA Handball-Bundesliga.
Emotional wurde es schon vor Begin der Partie, als die scheidenden Spieler Daniel Krüger, Simon Ciupinski, Pavel Prokopec und Paul Trodler sowie Physio Tobias Brinkhofer verabschiedet wurden. Die Geschäftsführung, der Fanclub aber auch Oberbürgermeister Reinhard Paß und Bürgermeister Rudolf Jelinek verabschiedeten das Quintett im feierlichen Rahmen.

Die Mannschaften taten sich schwer auf Touren zu kommen. Die Partie nahm erst nach rund sechs Minuten so richtig Fahrt auf, als Chantziaras und Prokopec die ersten Feldtore zum 2:2 gelangen. Die Gäste erwischten den besseren Start und konnten sich bis auf zwei Tore absetzen. Doch dann setzte Sebastian Bliß mit einem gehaltenen Siebenmeter gegen Moritz Weltgen den richtigen Impuls und Ole Rahmels Hattrick bescherte den Margarethenhöhern beim 6:4 (16.) erstmals die Führung.

Dass es durchaus fair, aber nicht zimperlich auf dem Parkett zuging, bekam unter anderem Kreisläufer Andre Kropp zu spüren, dessen Trikot nicht mal die ersten 20 Minuten überstand. Der TUSEM erspielte sich nun optisch ein Übergewicht, doch vor allem Gästekeeper Robert Wetzel wusste sich immer wieder auszuzeichnen und hielt sein Team in Schlagdistanz. Als jedoch Felix Handschke in Unterzahl der Gegenstoßtreffer zum 8:6 (20.) gelang, sah sich Post-Trainer Christian Prokop zur Auszeit gezwungen.

Doch Schwerin verzweifelte förmlich an der immer besser agierenden TUSEM-Deckung, aber vor allem am unglaublich stark haltenden Bliß. Dem jungen Keeper gelang auch bei der zweiten Unterzahl der Shoot-out und musste dabei mehrere hundertprozentige parieren. Erst nach Weltgens Strafwurf zum 11:7 (27.) musste der Keeper, der diesmal den Vorzug vor Jan Kulhanek erhielt, wieder hinter sich greifen. Mit einem klaren 14:8 wurden die Seiten gewechselt.

Nach dem Seitenwechsel hatte der TUSEM keine Schwierigkeiten den Gegner auf Distanz zu halten. Vor allem Philipp Pöter übernahm immer wieder die Verantwortung, trat nicht nur als gewohnt souveräner Vorbereiter, sondern auch als treffsicherer Vollstrecker in Erscheinung und ermöglichte so das 18:12 (40.). Schwerin, dass den Regisseur nun mit einer kurzen Deckung durch Johannes Prothmann bedachte, hielt vor allem durch den ehemaligen Kieler Moritz Weltgen und den ehemaligen Berliner Martin Murawski dagegen.

Kurzzeitig gelang es den Gästen zwar noch einmal auf drei Tore (18:15) zu verkürzen, doch in Gefahr geriet der Heimerfolg nicht mehr. Maik Handschke konnte munter durchwechseln und so bis auf Jan Kulhanek allen Spielern ihre Spielanteile einräumen. Die meisten Tore gingen auf das Konto von Ole Rahmel (8/2) und Moritz Weltgen (9/3). Mit einem letztlich souveränem 28:22 verabschiedete sich der TUSEM aus der eingleisigen 2. Bundesliga und konnte mit den Aufstiegsfeierlichkeiten beginnen.

TUSEM ESSEN – SV POST SCHWERIN 28:22 (14:8)


TUSEM: Kulhanek, Bliß
Keller, Kühn 1, Pöter 2, Trodler, Pieczkowski 2, Seidel 2, Lindt 2, Handschke 2, Rahmel 8/2, Ciupinski 1, Prokopec 4/1, Kropp 4

Schwerin: Wetzel
Weltgen 9/3, Riediger 4, Rauch, Prothmann 1, Lemcke 1, Riha 1, Murawski 3, Thormann 1, Chantziaras 2, Wirt

Strafminuten: 8/6
Siebenmeter: 3/4 ; 3/4
Zuschauer: 2.578
Schiedsrichter: Fratczak/Ribeiro