Keine Steine in den Weg legen Drucken E-Mail
16.01.08
HANDBALL. Bundesligist Tusem arbeit mit Hochdruck an der schnelle Verpflichtung von Shargy. Hagen signalisierte Bereitschaft.

Handball-Bundesligist Tusem arbeitet mit Hochdruck daran, so schnell wie möglich Wunschkandidat Kristof Shargy als neuen Trainer auf der Margarethenhöhe zu installieren (die NRZ berichtete). Dazu gab es am gestrigen Dienstag erste Gespräche mit dem jetzigen Arbeitgeber Shargys, Eintracht Hagen.

Erste Gespräche mit Hagen

Der Regionalliga-Spitzenreiter, der in die zweite Bundesliga aufsteigen will, signalisierte in Gesprächen mit Tusems sportlichen Leiter Stephan Krebietke die Bereitschaft, Shargy zu gewissen Bedingungen sofort und nicht erst zur kommenden Saison gehen zu lassen. Hagens Manager Jörg Brodowski erklärte dazu gestern Nachmittag: "Wir wollen Kristof keine Steine in den Weg legen. Wir wissen um das Interesse des Tusem."
 
Shargy selbst wollte sich noch bedeckt halten und sein Gespräch mit Hagen am gestrigend Abend abwarten. Zwei Herzen schlagen derzeit in seiner Brust. Einserseits macht dem 44-jährigen Vater dreier Kinder die Arbeit in Hagen viel Spaß. Andererseits hängt er auch mit Herzblut am Tusem, seiner ersten und einzigen Station in der Bundesliga als Spieler.

Eigentlich hatte sich Hagen auf eine Vertragsverlängerung mit dem ehemaligen polnischen Nationalspieler einigen wollen. Deshalb war die Gesprächsrunde in Hagen angesetzt worden. Doch jetzt geht es darum, eine für alle Beteiligten gute und vor allem schnelle Lösung zu finden.

"Wir wollen aufsteigen und brauchen einen guten Trainer", so Brodowski, der einen engen Draht zu Krebietke hat. Krebietke hatte als Spielertrainer für Hagen gearbeitet und kennt die Verhältnisse dort bestens.

Guter Ruf

"Jetzt kommt es auf Kristof an", so der sportliche Leiter, der auf eine schnelle Lösung drängt, um Planungssicherheit für die am 2. Februar beginnenden Rückrunde in der Bundesliga zu schaffen.

In Hagen tauchte bereits am gestrigen Tag auch der Name von Jens Pfänder auf. Der Trainer hatte am Montag seinen Weggang vom Tusem zum Ende der Saison per Internet angekündigt und damit das ganze ins Rollen gebracht. Pfänder, der in Dortmund wohnt, führte von einigen Jahren Fusionsverhandlungen mit TuS Herdecke. Mit Herdecke erreichte er als Tabellenzweiter der Regionalliga den Aufstieg zur zweiten Liga. Man hat gute Erinnerungen an den DHB-Lehrwart, der aus familiären Gründen kürzer treten will als Trainer.

NRZ Online